Gebiet rund um Pösing wird zum Naturschutzgebiet

Gemeinderat sieht hier Gefährdung der Staatsstraße 2040 zwischen Wetterfeld und Pösing.

Pösing. Seit kurzem steht es fest das Gebiet zwischen der Gemeinde Pösing und der Stadt Cham die sogenannte „Regentalaue“ wird zum Naturschutzgebiet. Bürgermeister Roider berichtete in der vergangenen Gemeinderatssitzung kurz über die aktuellen Pläne für das Naturschutzgebiet. Hierzu besteht die Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und die betroffenen Landwirte in die Pläne Einsicht zu nehmen. Die aktuellen Entwürfe liegen vom 8. Dezember bis 15. Januar in der Verwaltungsgemeinschaft Stamsried zur Einsicht aus. Hier besteht nun die Möglichkeit seine Bedenken und Anliegen mit einzubringen. Von den bisherigen Planungen sind am meisten betroffen der planfestgestellte Badeweiher dieser ist teilweise noch im Geltungsbereich des Naturschutzgebietes. Hiernach soll es sich aber laut Landratsamt um ein Versehen handeln. Von der FFH bisher nicht berücksichtigte Flurnummern südlich des Modellflugplatzes werden durch das Naturschutzgebiet erfasst. Es verbleibt den betroffenen zu prüfen inwieweit sich dadurch Einschränkungen beim Flugbetrieb ergeben können. Des Weiteren fallen in das neue Gebiet auch, was viel schwerwiegender für die Pösinger ist, dass geplante Umgehung südlich der Chamer Straße bis zur Regenbrücke vor Pösing in weiten Teilen vom Naturschutzgebiet erfasst wird.

Die beschlossene Naturschutzgebietesverordnung hat auch weitere Auswirkungen vornehmlich auf die Landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde. So wird es ein Betretungsverbot, Verbot der Jagd auf Wasservögel und ein Angelverbot vom 01.03. bis 30.06. geben. Der Gemeinderat hat nun folgendes vorgehen beschlossen:

Der Gemeinderat beauftragt Bürgermeister und Verwaltung die im 2. Halbjahr 2008 ausgearbeitete neue Trassevariante 1 der Ortsumfahrung Pösing mit einhergehender Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs im Rahmen des Anhörungsverfahrens als Bestandsgarantie einzufordern. Der Fläche des planfestgestellten Badeweihers ist aus dem Schutzgebiet herauszunehmen da der Betrieb des Badesees nicht eingeschränkt werden soll. Der Baggerweiher muss weiterhin in seinem gesamten Ausmaß dem Fischereiverein zum Angelsport während des gesamten Jahres zugänglich sein. Die von der FFH-Richtlinie bisher festgelegten Gebietsgrenzen östlich von Pösing und südlich der Chamer Straße sollen weiterhin Bestand haben und nicht wie im Vorentwurf vorgesehen, bis direkt zur Chamer Straße erweitert werden. Ansonsten wäre der Betrieb der Modellfluggruppe gefährdet. Der „Hohe Winkelweg“ darf in seiner Befahrbarkeit für Landwirte und Feizeitsuchende (Radfahrer, Skater) von den bisher geltenden Regelungen nicht verschlechtert werden.

Der Gemeinderat und Bürgermeister Roider sind zuversichtlich, vor allem hinsichtlich der Straßenplanung für die Umgehungsstraße Staatsstraße 2040 zwischen Wetterfeld und Pösing und die daran verbundene Anbindung an die B 85, dass die neue Trasse bei der höheren Naturschutzbehörde im Rahmen der Einwendungen zur Ausweisung des Naturschutzgesetzes Berücksichtigung findet. Allen beteiligten Fachstellen ist bekannt, dass dies die letzte Chance sein wird, dass das für die Gemeinde Pösing existenziell wichtige Straßenbauprojekt „Ortsumfahrung  Pösing mit Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs“, verwirklicht werden kann. Das Straßenbauamt Regensburg sowie das Planungsbüro „derori“ und der Rechtsbeistand des Bayerischen Gemeindetages Herr Spieß werden die Einwendungen der Gemeinde Pösing begleitend unterstützen.

Voraussichtlich am 05. Januar 2009 wird in Pösing für alle Bürgerinnen und Bürger eine Informationsveranstaltung bezüglich Straßenplanung und möglicher Einwendungen abgehalten. (rtn)

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