Informationsveranstaltung über die Regentalaue

Pösing. Am Montagabend fand im Gasthaus Weitzer eine Informationsveranstaltung über den geplanten Neubau der Staatsstraße 2040 zwischen Wetterfeld und Pösing sowie die Ausweisung der Regentalaue als Naturschutzgebiet statt. Zu dieser Veranstaltung hatte die Gemeinde Pösing Hans Zwicknagl von der Unteren Naturschutzbehörde Landratsamt Cham sowie Martin Dietl vom Ingenieurbüro „derori“ aus Regenstauf eingeladen. Bürgermeister Edmund Roider begrüßte Altbürgermeister Friedrich Wolf, Ehrenbürger Johann Nirschl, zweite Bürgermeisterin Gisela Riederer die anwesenden Gemeinderäte sowie viele Pösinger Bürger und Bürger aus den umliegenden Dörfern. Edmund Roider ging in seiner Rede auf die Wichtigkeit dieser neuen Trasse ein, welche das Naturschutzgebiet tangiert, insbesondere wollte die Gemeinde durch diese Veranstaltung auch die betroffenen Bürger, Fischer und Landwirte über den aktuellen Stand informieren. Diese Versammlung soll vornehmlich der Bürgerinformation zur geplanten Trassenführung mit Beseitigung des Höhengleichen Bahnüberganges und zur neuen Entstehung der Ortsumfahrung von Pösing dienen, so Bürgermeister Edmund Roider.

Dipl. Ing. Martin Dietl vom Ingenieurbüro „derori“ zeigte in seinem Powerpoint Vortrag die neue Trasse auf sowie das geplante Naturschutzgebiet.

Die neue Staatsstraße 2040 soll von Wetterfeld her kommend vor der bestehenden Regenbrücke nach rechts abzweigen zwischen der Pösinger Lohe und dem Baggerweiher vorbeiführen und nach dem Industriebetrieb Holzwerke Gmach die Bahnlinie Cham – Schwandorf überqueren mit Anbindung an die Chamer Straße.

Hier sind aber einige Probleme entstanden, denn zum Einen verläuft in diesem Gebiet die MERO-Leitung und es musste der geplante zweispurige Ausbau der Bahnlinie ebenfalls mit berücksichtigt werden. Ein weiteres Problem entstand durch das hier geplante Naturschutzgebiet mit dem Naherholungsgebiet.

Die Bahnlinie würde dann mit einer Brücke von cirka 12 m nach den Holzwerken Gmach überbaut werden. Die Straße muss auch in Abstimmung mit dem Hochwasserschutz geplant werden und mit bestmöglicher Berücksichtigung der Belanges des Fischereivereins sowie der Naherholung. Nicht außer Acht zu lassen ist die bestehende MERO-Leitung gegebenenfalls soll eine zweite Brücke entstehen. Der „Brückenheilige“ soll auch bestehen bleiben. Außerdem ist geplant, den ursprünglichen Verlauf des Regens mit weitläufiger Ufernaturierung für den Fischereibetrieb wieder herzustellen.

Der Außenbereich des Flusses soll nach Möglichkeit so weit wie möglich erhalten bleiben. Neben der geplanten Trasse soll wie bisher ein separater Geh- und Radweg entstehen.

Der drohenden Lärmbelästigung will man mit einem bepflanzten Lärmschutzwall für das Naherholungsgebiet entgegen wirken. Es soll außerdem möglichst viel des Fischweihers bestehen bleiben.

Nach dem Vortrag von Martin Dietl hatten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit ihre Fragen und Anregungen vorzubringen.

Die Frage nach den Kosten dieser Baumaßnahme schätzte Martin Dietl auf umgerechnet 20 Millionen Euro.

Eine weitere Frage war, wie es mit dem bestehenden Radweg von Pösing nach Untertraubenbach aussieht. Die Antwort von Hans Zwicknagl war, dass hier keine Einschränkung zu befürchten ist.

Bürgermeister Roider stellte abschließend fest, dass man durch die vielen Vorgespräche erreicht habe, dass die geplante Trasse womöglich ohne große Änderungen übernommen wird, hier habe man bereits von der höheren Naturschutzbehörde positive Signale erhalten. Die Planung stellte sich deshalb als so schwierig heraus, weil unter anderem der Hochwasserschutz, Baggerweiher, MERO-Leitung mit berücksichtigt werden musste. Herausgekommen ist aber ein Kompromiss der von allen Seiten akzeptiert werden kann. Es wird aber mit Sicherheit nicht möglich sein, dass Naturschutzgebiet komplett abzulehnen, so Bürgermeister Roider abschließend. (rhn)

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